Fatale TuS-Patzer im Aufbauspiel

Foto: Tobias Aufmkolk, WestfalenpostFoto: Tobias Aufmkolk, Westfalenpost

Dieses Duell verspricht immer viele Tore – am Sonntag musste Fußball-Bezirksligist TuS Langenholthausen aber beim 3:5 (1:3) gegen den BC Eslohe schmerzhaft feststellen, dass der Tabellenführer in punkto Einstellung, Kampfgeist und Effektivität den Düsterloh-Kickern noch eine Menge voraus hat.

„Die Niederlage ist mehr als verdient, wir hätten auch zehn Gegentore bekommen können“, sagte Trainer Uli Mayer, der nicht seiner Defensive einen Vorwurf machen konnte, sondern mit dem Aufbauspiel seiner Mannschaft höchst unzufrieden war. „Was wir uns da an unnötigen Fehlern in der Vorwärtsbewegung erlaubt haben, ist unfassbar.“

Eslohe nutzte diese TuS-Schwäche gnadenlos aus. Beim 1:0 durch Philipp Bürger hatte Oliver Haarmann den Ball vertändelt (6.), beim 2:0 durch Lukas Hümmler gab Gian-Marco de Luca den Ball zu leichtfertig her, und das 3:1 per Foulelfmeter durch Hendrik Flasshar leitete Moritz Schültke durch ein schwaches Abspiel ein (45.).

Zwischenzeitlich hatte Dominik Beutler mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nach einem zu kurz abgewehrten Eckball zum Anschluss getroffen (33.).

Hohe Fehlerquote

Auch nach dem Wechsel blieb die Fehlerquote beim TuS extrem hoch. Erneut Philipp Bürger (51.) und Dennis Krause (56.) stellten sogar auf 5:1. Zwei Lattenschüsse, Paraden von Torwart Sebastian Beutler und zwei Schüsse blank neben das Tor ersparten den Gästen einen noch höheren Rückstand.

Zwar gelang es Marco Lemke per Foulelfmeter (65./an De Luca) und Kevin Grote (76.), etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, aber die Gastgeber blieben Herr der Lage. Auch wenn Julian Kellermann sogar noch das 5:4 auf dem Fuß hatte (80.).

Trainer Mayer hatte sich die Leistung seiner Mannschaft ganz anders vorgestellt: „Das war schwarzer Tag für uns. Ein Spitzenspiel muss man anders angehen, da muss man präsenter sein. Ich hätte in dieser Beziehung von meinen Spielern mehr erwartet. Aber auch das gehört zu einem Lernprozess, und da nehme ich die Mannschaft auch in die Pflicht. Denn wir haben uns einen Platz in der Spitzengruppe erarbeitet, und da wollen wir auch bleiben.“

Am kommenden Sonntag gegen den Tabellenzweiten SV Brilon kann der TuS beweisen, dass es auch besser geht.

Fischer muss passen

Pech für den TuS: Torjäger Falk Fischer konnte gestern nicht mitwirken. Seine im Sundern-Spiel erlittene Knieverletzung am Meniskus ließ einen Einsatz nicht zu. „Es könnte sein, dass er uns sogar längerfristig ausfällt“, so Trainer Uli Mayer.