Erzen-Abschied mit Frust und Ärger

Foto: Rico Schulte, match-day.de

Die „dritte Halbzeit“ war bereits durchgeplant. Die Bezirksliga-Kicker des TuS Langenholthausen wollten noch eine Weile am Düsterloh zusammenbleiben und noch einmal auf die nun beendete Saison anstoßen. Allerdings sorgte der zuvor mit 2:3 (2:1) verlorene Ausklang gegen Abstiegskandidat SV Schmallenberg/Fredeburg für viel Gesprächsstoff.

Hauptdarsteller bei den vielen Ausführungen zum Spiel war der schwache Schiedsrichter Mustafa Sahin aus Siegen, der es mit seinen Entscheidungen nicht immer gut mit den Platzherreg gemeint hatte. „Dieses Spiel konnten wir einfach nicht gewinnen“, schimpfte Michael Erzen direkt nach dem Abpfiff, der künftig für Landesligist SV Hohenlimburg 10 aktive Spielertrainer redete sich in Rage und monierte besonders mit Blick auf die zweite Halbzeit etliche abgepfiffene Aktionen auf der eigenen, aber auch viele nicht geahndete Fouls auf der anderen Seite – diesen Abschied vom Düsterloh hatte sich Erzen völlig anders vorgestellt.

„Wir wussten ja, dass der Gegner gegen den Abstieg kämpft und deshalb alles ‘raushauen würde“, kam es für Erzen keineswegs überraschend, dass Schmallenberg/Fredeburg oftmals die robuste Komponente wählte – und damit letztlich erfolgreich war. Dennoch mussten die Gäste den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten, weil sich Kellerrivale TuS Warstein dank eines umkämpften 0:0 gegen TuRa Freienohl noch soeben retten konnte.

Zwei Elfmeter in kurzer Folge

„Die mussten punkten, und wir hätten sogar noch Fünfter werden können – allein deshalb war genug Feuer im Spiel“, so Erzen, dessen Team nach 28 Minuten durch eine direkt verwandelte Ecke von Marco Lemke in Führung ging – Gäste-Keeper Felix Biskoping hatte den Ball noch abgefälscht. Aber Schmallenberg blieb dran und kam per Foulelfmeter von Marco Gorges zum Ausgleich (31.), nachdem unmittelbar zuvor Dominik Steringer von der „Marke“ an TuS-Keeper Daniel Wiesehöfer gescheitert war. Jedes Mal war Fatos Tupella beteiligt, dessen Fouls wurden daher mit „gelb-rot“ bestraft.

In Unterzahl ging der TuS kurz vor der Pause in Führung – durch Dardan Fazlija, der von Michael Erzen mit einem langen Ball auf die Reise geschickt worden war (45.). Es folgte eine zweite Hälfte, in der sich Langenholthausen zunehmend benachteiligt sah und die Gäste die Partie noch drehten.

Eigengewächse spielen in der Ersten

Der TuS Langenholthausen wird künftig auch auf Talente aus dem eigenen Nachwuchsbereich setzen. So rücken Alexander Arf und Jan Ole Hesse (beide Jahrgang 1998) in den Bezirksliga-Kader des neuen Trainers Uli Mayer.