Geduldig und offensivstark

Foto: Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.deFoto: Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Fußball-Bezirksligist TuS Langenholthausen hat in der abgelaufenen Saison der Staffel 4 als Dritter vor allen Dingen attraktiven Fußball gezeigt. Trainer Uli Mayer hat die Mannschaft Stück für Stück weiterentwickelt, sieht aber auch noch Defizite. Dass Platz zwei am Ende knapp verpasst wurde und dem BC Eslohe (58 Punkte) hauchdünn der Vortritt gewährt werden musste, hat man am Düsterloh schnell abgehakt. Die WP-Sportredaktion gab dem TuS-Coach einige Stichworte vor und der analysierte dann die abgelaufenen Saison 2017/18.

Saisonziel

„Das haben wir erreicht. Wir wollten unter die ersten Fünf, das war uns wichtig und das mussten wir mit der Qualität dieser Mannschaft auch erreichen. Dieser Plan ist voll aufgegangen“, so Uli Mayer. In der Winterpause habe man zwar darauf spekuliert, noch um Platz eins und zwei mitspielen zu können, zumal mit Marcus Brüll (FSV Werdohl) und Benny Menke (SV Herdringen) zwei starke Neuzugänge für die Defensive geholt wurden. „Aber wir trauern Platz zwei nicht hinterher, obwohl wir die Relegation gerne gemacht hätten.“

Knackpunkt

Die entscheidenden Punkte ließ der TuS Mitte März in den Spielen beim VfB Marsberg (0:2) und gegen SV Herdringen (0:1) liegen. „Da hätten wir die Sache cleverer gestalten müssen“, blickt Uli Mayer ungern auf die beiden Pleiten zurück. „Dann hätten wir eine andere Ausgangsposition gehabt.“

Torfabrik

Als besonders erfreulich sieht der Langenholthausener Trainer die überragende Offensive seiner Mannschaft. Ein Torverhältnis von plus 46 erreichte weder Meister SV Brilon (plus 42) noch der Zweite BC Eslohe (plus 25). Und mit 85 erzielten Treffern (ein Schnitt von 3,03 Toren pro Spiel) liegt der TuS ebenfalls ganz weit vorne in der „Bundesliga des Sauerlandes“. „Wir wollten und wollen Fußball spielen und da möchten wir auch in der kommenden Saison weitermachen“, sagt Uli Mayer.

Stärken

Als Weiterentwicklung sieht Uli Mayer auf jeden Fall an, dass „wir es gelernt haben, geduldig zu spielen. Wir sind in den meisten Partien nicht hektisch geworden, sondern haben versucht, unser Spiel aufzuziehen.“ Da habe die Mannschaft einen großen Sprung gemacht. Das trifft auch auf das Gegenpressing zu. „Uns ist es oft gelungen, in den ersten Spielminuten Tore zu erzielen“, so Mayer, den es auch freut, dass der Teamgeist intakt ist. „Wir haben zwar einen großen Kader, aber jeder gönnt dem anderen die Einsatzzeiten.“

Schwächen

Defizite sieht Uli Mayer noch im Spielaufbau. „Unsere Sechser sind oft mit dem Ball nach vorne gestürmt und haben beim Abspiel die falsche Entscheidung getroffen“, so Mayer. „In diesem Bereich haben wir viele Fehler gemacht, die uns einige Punkte gekostet haben. Da müssen die betreffenden Spieler mehr auf die Kommandos ihrer Nebenleute hören.“

Veränderungen

Mit Philip Fischer (FSV Werdohl), Bruder von Torjäger Falk Fischer, sowie Malek Al Mohammad (TuS Sundern) stehen zwei Neuzugänge fest. „Philip wird uns mit seiner Dynamik auf den Außenpositionen weiterbringen“, sagt Trainer Mayer. „Und Malek ist eine Alternative im Sturm, sehr stark in der Rückwärtsbewegung und beim Kopfball.“ Verlassen wird den Düsterloh nach nur einer Saison Jonas Köster. Der junge Balver, der von Rot-Weiß Mellen kam, wechselt zum A-Ligisten SG Balve/Garbeck. Ansonsten wird der TuS-Kader so zusammenbleiben. „Mir ist kein weiterer Abgang bekannt“, so Uli Mayer.

Vorbereitungsstart

Der Start in die Vorbereitung für die Saison 2018/19 erfolgt am Freitag, 6. Juli. Einen Tag später gibt es einen offiziellen Pressetermin und eine Teamsitzung. In den nächsten Tagen setzen sich die TuS-Verantwortlichen zusammen und analysieren intern die abgelaufene Saison.