Verantwortliche wollen Ruhe bewahren

Sieben Spiele, sieben Niederlagen. Die Krise beim Fußball-Landesligisten TuS Langenholthausen weitet sich aus. Nach dem dritten Platz in der Vorsaison muss der Klub in diesem Jahr kleine Brötchen backen. Während sich der Hönnetal-Rivale BSV Menden im oberen Tabellendrittel festgesetzt hat, steht der TuS am Tabellenende.

Wieder waren sie nah dran. Auch in Hünsborn hat die junge Mannschaft gute Ansätze gezeigt, aber diese Ansätze reichten nicht aus, um einen Punkt zu holen. Die sportliche Krise wird zudem durch unfreiwillige Nebenkriegsschauplätze befeuert. So hat sich der Verein nun von Stürmer Jan-Elias Clement getrennt, der in der vergangenen Saison mit zwölf Toren noch bester Schütze seiner Mannschaft war. „Jan konnte den Aufwand nicht mehr aufrecht halten, der nötig gewesen wäre, um in der Landesliga zu spielen. Deshalb haben wir uns entschieden, dass es besser ist, getrennte Wege zu gehen“, beschreibt Alexander Schmale, Sportlicher Leiter des TuS Langenholthausen, die Situation.

Richtungsweisende Spiele gegen SV Brilon, Germania Salchendorf und Schmallenberg

Dass Trainer Nils Langwald im Vorfeld der Hünsborn-Partie von einem „Endspiel“ sprach, will der Sportliche Leiter nun nicht zu hoch hängen. „Ich glaube, dass Nils eher eine Serie von Endspielen meinte, die in den kommenden Wochen noch auf uns zukommen werden. Mit Hünsborn am vergangenen Sonntag, sowie dem SV Brilon, Germania Salchendorf und dem SV Schmallenberg/Fredeburg haben wir in den kommenden Wochen Gegner, gegen die wir punkten müssen. Sollte uns das nicht gelingen und wir am Ende weiterhin mit null Punkten dastehen, wird es sicherlich eng werden“, weiß der Torhüter.

Auch Charly Grote, Vorsitzender des TuS Langenholthausen, macht sich seine Gedanken, sieht die Situation aber gelassen. „Im vergangenen Jahr als wir die Situation rund um den Rücktritt von Uli Mayer hatten, da habe ich deutlich unruhiger geschlafen“, betont der Goldbäcker. „Jetzt haben wir eine junge Truppe, die noch viel lernen muss. Wir haben da sicherlich kein Gerümpel eingekauft, sondern Jungs, denen wir den Sprung zutrauen. Sie zeigen ja auch gute Leistungen und kämpfen, auch die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Aber sie belohnen sich einfach noch nicht“, glaubt Grote daran, dass der berühmte Knoten noch platzen wird.

Lob für Philipp Freier von Charly Grote

„Man kann den Jungs was ihre Einstellung angeht, wirklich keinen Vorwurf machen“, weiß auch Alexander Schmale. „Trotz der sportlichen Lage glauben alle weiter daran, dass wir noch eine Wende einleiten können. Es fehlt gerade einfach das Spielglück und da müssen wir es einfach hinbekommen, dass sich das Momentum mal wieder zu unseren Gunsten dreht“, beschreibt der Sportliche Leiter, was sich ändern muss.

Gerade in der Offensive hat die Mannschaft Probleme. „Es fehlt einfach an Spielern, die gallig darauf sind, Tore zu schießen. Einer wie Philipp Freier verkörpert das, der hat diesen Willen und das als Innenverteidiger“, lobt Charly Grote den Mendener, der mit zwei Treffern bester Torschütze des TuS L.A. ist. Angesichts des Clement-Abgangs muss nun schnell eine Alternative für den Sturm her. Diese Alternative könnte Till-Konstantin Hagen sein, der für die zweite Mannschaft in der Kreisliga A bereits zehn Treffer erzielt hat. „Wir nehmen Till diese Woche mit ins Training und schauen, wie er sich schlägt. Es könnte gut sein, dass er bereits kommende Woche eine Alternative für uns ist“, stellt Alexander Schmale dem jungen Stürmer Einsätze im Landesliga-Kader in Aussicht.

Hoffnungsträger im Winter wieder fit

Ob es im Winter weitere Zugänge geben wird, ist offen. „Sollten wir bis dahin immer noch abgeschlagen auf dem letzten Platz stehen, wird es sicher schwierig, Leute von unserem Projekt zu überzeugen“, weiß Alexander Schmale. Insofern ruhen die Hoffnungen auf zwei Rückkehrern. Leonhard Diehl, der derzeit noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses laboriert und Stürmer Okan Özbek, Zugang aus Plettenberg, der ebenfalls dank eines Kreuzbandrisses noch nicht spielen konnte, werden sehnlich zurück erwartet. „Okan wird uns alleine mit seiner Mentalität und seinem Willen weiterhelfen“, ist Alex Schmale überzeugt.