TuS am Tiefpunkt angekommen

Foto: Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Drei Wochen musste der Fußball-Landesligist TuS Langenholthausen warten, bis wieder ein Meisterschaftsspiel ausgetragen werden durfte. Die lange Pause hat der Mannschaft nicht gut getan, wie die 1:4 (0:1)-Niederlage gegen Kellerkind SV 04 Attendorn zeigte.

Es passte einfach alles zusammen. Im negativen Sinne. Nieselregen fisselte vom Himmel, die grauen Wolken, Nebel, der den Blick auf die umliegende Landschaft verhüllte, zeichneten ein Bild, das die aktuelle sportliche Situation des TuS Langenholthausen nicht besser beschreiben könnte. Es ist ungemütlich. Nach dem famosen Saisonstart rutschte die Mannschaft von Tim Rademacher und Co-Trainer Matthias „Pocke“ Kauke in der Tabelle immer weiter nach unten. Der Blick aufs Tableau verdeutlicht das Dilemma: Die Abstiegsränge sind nur noch zwei Punkte entfernt. Schöne Bescherung – wieder im negativen Sinne.

Frühe Gästeführung

Gegen die Gäste aus Attendorn gab es vor dem Spiel eine Marschroute: „Wir haben gesagt, dass wir dieses Spiel auf gar keinen Fall verlieren dürfen“, erklärte Matthias Kauke nach dem Schlusspfiff. Gelungen ist das Vorhaben nicht. Die Langenholthausener kamen denkbar schlecht in die Partie hinein. Sechs Minuten waren um, als die Gäste aus Attendorn im Mittelfeld den Ball eroberten, ein kluger Pass auf die rechte Seite zu Nick Heimes, der mit Tempo in den Strafraum zog, ablegte auf Vedat Vural, der zum 0:1 aus Sicht der Hausherren vollendete.

In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem Torchancen Mangelware waren. „Das war die einzige richtige Tormöglichkeit, die die Attendorner im ersten Durchgang hatten. Die waren ja vielleicht zweimal bei uns im Strafraum“, analysierte Kauke. Doch auf der anderen Seite fehlten seiner Mannschaft auch die klaren Torchancen. Ein Flugkopfball von Gian-Marco de Luca, sowie ein Schuss von Tim Rademacher, der jedoch abgepfiffen wurde, waren die einzigen nennenswerten Möglichkeiten der Hausherren.

Kaden trifft doppelt

Im zweiten Durchgang gab es wieder den frühen Rückschlag. „Wir haben uns in der Halbzeitpause viel vorgenommen“, erklärte Kauke. Doch nach fünf Minuten kamen die Attendorner wieder vors Tor der Hausherren. Am gegnerischen Strafraum verloren die Langenholthausener den Ball, die Gäste schalteten schnell, schlugen einen langen Pass nach vorne, wo der eingewechselte Lejf Kaden die bessere Position zum Ball hatte, sein Laufduell gegen Horst Da Silva gewann und im Eins-gegen-Eins gegen TuS-Torhüter Markus Grete die Nerven behielt – 0:2.

Die Langenholthausener ließen sich nicht von dem Rückstand einschüchtern und versuchten weiter, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Mit Jan Elias Clement und Lukas Kessler stärkte der Hausherr noch einmal die Offensive. Doch bis auf wenige Halbchancen, kam zunächst nichts dabei herum. Effektiver waren da die Gäste.

Kurze Hoffnung nach Clement-Treffer

Nach 82 Minuten war es wieder Kaden, der der auf der rechten Seite zum Abschluss kam. Sein abgefälschter Schuss landete unhaltbar im langen Eck. „Das war heute ein gutes Spiel von uns. Wir haben mit großen personellen Problemen zu kämpfen, deshalb sind wir sehr froh, dass wir heute im letzten Spiel so eine Leistung zeigen konnten. Von den Chancen her, war Langenholthausen mit dem Ergebnis noch gut bedient“, resümierte Ralf Sonnenberg, Trainer des SV 04 Attendorn nach dem Spiel.

Ein Fünkchen Hoffnung keimte bei den Hausherren noch einmal in der Schlussminute auf: SV-Torhüter Christian Bölker spielte am Fünfmeterraum einen Fehlpass in die Füße von Jan-Elias Clement. Der Stürmer ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verkürzte auf 1:3. Wenige Augenblicke nach dem Wiederanpfiff hatte Clement per Kopf sogar die Chance zum 2:3. Doch statt des Anschlusstreffers fiel auf der anderen Seite die endgültige Entscheidung. Nach einem Angriff über links landete der Ball bei Philipp Gryn, der aus zehn Metern keine Probleme hatte, das 1:4 zu erzielen.

In der kommenden Woche geht es für den TuS Langenholthausen beim SC Berchum-Garenfeld darum, nicht bereits vor der Winterpause auf einen Abstiegsplatz zu rutschen.