TuS stellt sich gegen Obersprockhövel selbst ein Bein

Foto: Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Spitzenreiter SC Obersprockhövel war vor Spielbeginn in den Augen der Experten eine Nummer zu groß für den TuS Langenholthausen. Die 90 Minuten auf dem „Düsterloh“ strafen die Fußballkenner jedoch Lügen, denn die Grün-Weißen hielten nicht nur spielerisch und kämpferisch mit, sie hatten auch einen Punkt verdient. Aber wer bei Standardsituationen als Abwehrspieler plus Torwart so schlafmützig zu Werke geht, wie das Torhüter Grete sowie die beiden Innenverteidiger Menke und Schröder am heutigen Nachmittag taten, der muss sich nicht sonderlich wundern, dass die Gäste nach einem hochklassigen Spiel die Punkte mit nach Obersprockhövel nahmen.

„Die Standardsituationen waren der Dosenöffner für den SC. Sowohl das erste Tor durch Schrepping als auch der Treffer zum 1:2 durch Diaby dürfen einfach nicht fallen“, bilanzierte TuS-Trainer Uli Meyer, der nach seinem Kurzurlaub wieder die Richtung vorgab. Von Beginn an suchten die Hausherren aus einer stabilen Defensive heraus den offenen Schlagabtausch und mussten durch Lukas Kessler bereits nach 10 Minuten in Front gehen. Allein vor dem SC-Keeper vergab er diese riesige Chance. Anders die Gäste, die sichtlich beeindruckt von der Spielstärke des TuS waren. Sie gingen nach einem Eckball durch den völlig frei stehenden Schrepping 1:0 in Front.

Unbeeindruckt vom Gegentor mischte der TuS L.A. weiterhin kräftig mit und glich vier Minuten vor dem Pausenpfiff des hin und wieder seltsam agierenden Schiedsrichters durch Tim Rademacher zum 1:1 aus. Weiterhin dem Favoriten die Stirn bietend stellte sich der TuS Langenholthausen jedoch selbst ein Bein. Abermals gab es einen Eckball, den der SC Obersprockhövel zur 2:1-Führung nutzte, da die Abwehr Mittelstürmer Diaby allem Anschein nicht auf ihrer Rechnung hatte, obwohl er die auffälligste Erscheinung auf dem „Düsterloh“ war. Da auch Torhüter Grete auf der Linie verharrte, köpfte das „Fliegengewicht“ aus kürzester Distanz zum 1:2 ein. Beteiligt an diesem vermeidbaren Treffer war auch „Apo“ Apolinarski. Er verursachte ohne Not den Eckball, der letztendlich zum Tor für Obersprockhövel führte.

Als Schrepping (76.) und abermals Diaby (80.) auf 4:1 für den Gast erhöhten, schien die Partie gelaufen. Das muss auch der Tabellenführer gedacht haben, der sich plötzlich unter Druck sah. Kellermann gelang das 2:4 in der 89. Minute, und in der Nachspielzeit verkürzte Markus Brüll auf 3:4. Dann war Schluss. „Schade“, sagte Trainer Mayer, „vielleicht wäre uns noch der Ausgleich gelungen. Das Ganze ist ärgerlich, denn heute war mehr möglich für uns.“