Duell zweier Titelkandidaten am Düsterloh

Foto: Rico Schulte, match-day.deFoto: Rico Schulte, match-day.de

Es sind zwar gerade erst 180 Minuten in der Staffel 4 der Fußball-Bezirksliga gespielt. Doch eine Partie sprengt am 3. Spieltag schon den Rahmen. Der Tabellenführer TuS Sundern ist am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenzweiten TuS Langenholthausen am Düsterloh zu Gast. Beide Teams trennt im Moment nur das Torverhältnis.

Film mit Riesenaffen ist Favorit

„Diese Konstellation hatte ich mir gewünscht“, freut sich auch „Charly“ Grote, der erste Vorsitzende des TuS Langenholthausen auf die Auseinandersetzung zweier Top-Teams der Liga. „Ich gehe mal davon aus, dass viele Zuschauer kommen werden. Deshalb kann ich den Autofahrern nur empfehlen, die letzten Meter zum Platz zu gehen“, rechnet der TuS-Chef auch mit einem erhöhten Fahrzeugaufkommen. Zumal im Vorspiel die zweite Mannschaft des TuS den Saisonauftakt gegen den SC Neheim II bestreitet.

Dass die WP-Sportredaktion im Vorfeld die Partie als das Aufeinandertreffen von Godzilla und King Kong umschreib, sorgte bei „Charly“ Grote für Heiterkeit. „Dann sind wir aber King Kong. Der hat mir im Film besser gefallen“, so der Goldbäcker. Der dann die Favoritenrolle doch noch den Gästen zuschob. „Ich erinnere mich, dass vor der Saison Sunderns Fußballlegende ,Moped’ Pötter sagte, der TuS Sundern könnte sich dieses Jahr nur selbst schlagen. Morgen können die sich überzeugen, dass auch am Düsterloh richtig guter Fußball gespielt wird“, sagt „Charly“ Grote.

Der Langenholthauser gerät beim eigenen Team ein wenig ins Schwärmen. „Wir sind eine gewachsene Mannschaft“, macht er einen Unterschied zum Gegner aus. Der nach einigen Jahren Tristesse in dieser Spielzeit an bessere Zeiten im Röhrtal anknüpfen will. „Bei uns passen Euphorie und Trainingsbeteiligung richtig gut zusammen. Wir haben eine richtig gut zusammenpassende Mannschaft“, verweist Grote auf den ausgeglichen besetzten Kader. Aber auch die Gästen haben eine gute besetzte Truppe um den erfahrenen Stürmer Jonas Schmidt. So heißt es vermutlich am Ende – die Tagesform dürfte entscheiden.

„Wir freuen uns auf diese Spiel. Der TuS ist eine richtig gute Truppe mit guten Jungs“, sagt Langenholthausens Trainer Uli Mayer, der allerdings weit davon ab ist, die Partie zu hoch aufzuhängen. Denn noch stehen 28 Spiele in der Liga an.

Größere Aussagekraft

„Ich denke, eine erste Bilanz lohnt sich erst nach dem zehnten Spieltag. Dann hat die Tabelle eine größere Aussagekraft“, sagt „Charly“ Grote. Der auch noch darauf verweist, dass es noch andere gute Mannschaften in der Liga gibt. „Der SuS Langscheid/Enkhausen ist nicht zu unterschätzen. Und ich glaube, dass auch TuRa Freienohl noch eine Rolle spielen wird. Auch wenn wir gegen die schon gespielt haben“, so Grote. Doch jetzt überwiegt die Freude auf ein ganz besonderes Spiel.