Sportheimbau: Es ist vollbracht

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Liebe Gäste, voller Stolz freuen wir uns, Ihnen zur offiziellen Einweihung der Düsterloh-Arena am 7. Mai 2017 unser neues Sportheim, den erweiterten Kabinentrakt sowie unsere neue Sonnenterasse präsentieren zu können.

Es sind die überzeugenden Argumente wie „Förderung des Vereinslebens“ und die „Erhöhung der Vereinsattraktivität für die zukünftigen Generationen“, die die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung im Januar 2016 dazu bewegen, das vorgestellte Mammutprojekt „Neubau eines Sportheims und weiterer Kabinen“ in Höhe von 100.000 Euro mit Ihrer Ja-Stimme zu unterstützen.

Nach dem einstimmig verabschiedeten Startschuss der Mitglieder hält es die vielen Helfer nur noch kurze Zeit in ihren eigenen vier Wänden. Viel zu groß war die Vorfreude und der Tatendrang das große Projekt Sportheimbau umzusetzen. Zudem sorgte die bereits im Vorfeld erfolgte enge Abstimmung zwischen unserem Architektenteam Firma Schnabel, unserem ausführenden Bauleiter Hubertus Schäfer und dem TuS-Bau-Orgateam für einen reibungslosen Ablauf bei der Einholung der offiziellen Baufreigabe.

Nur 2 Tage später, am 27. Februar finden sich morgens gegen 10 Uhr bereits über 20 Helfer am Düsterloh ein, um den ausgedienten und teilweise morschen Holzunterstand abzureißen. Bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad gehen die Arbeiten gut voran. Es wird gesägt, geschraubt, gerissen und gehämmert. Und für alles wofür die menschliche Muskelkraft nicht ausreicht, hilft uns unsere Vereinlegende Klüppels Max mit seinem Traktor. Als die Helfer kurz vor Sonnenuntergang den Sportplatz wieder verlassen, ist der alte Holzunterstand Geschichte. Gut verstaut in einem Abfallcontainer, bereit für die Müllverbrennungsanlage. Zurück bleibt das kleine Sporthaus mit zwei Mannschaftsumkleiden, einer Schirikabine, zwei WCs sowie einer kleinen Küche aus der bisher Kaffee und Kuchen heraus verkauft wurde. Die Helfer fallen erschöpft und todmüde ins Bett. Ob sie schon begreifen wieviel Arbeit ihnen noch bevorsteht…

Bereits eine Woche später haben sich die fleißigen Helfer allerdings wieder aufgerappelt und treffen voller Tatendrang frühmorgens am Düsterloh ein. Um zukünftig keine Doppelbelegung mehr in der Kabinen zu haben, sollen zwei weitere Kabinen auf der rechten Seite des bestehenden Gebäudes errichtet werden. Hierzu muss das bestehende Pflaster aufgenommen und der dort liegende Gastank versetzt werden. Zusätzlich muss auch das Pflaster unter dem alten Holzunterstand aufgenommen werden. Mittlerweile hat der Winter wieder Einzug gehalten. Minustemperaturen, Schneetreiben und eine geschlossene Schneedecke auf den Pflastersteinen halten die fleißigen Helfer jedoch nicht davon ab, in Windeseile die Pflastersteine aufzunehmen und aufzustapeln.

In den darauffolgenden Wochen wird per Bagger entsprechend ausgekoffert und die Fundamente fertiggestellt. Es folgen die Rohrleitungen und der Estrich.

Am 2. April erreicht ein großer Sattelschlepper den Düsterloh. Die erste Ladung Steine wird angeliefert. Ein tolles Gefühl. Ja, die Grundsteinlegung sollte bereits in Kürze erfolgen. Mit der erneuten Hilfe von Klüppels Max und seinem Traktor schaffen es die Steine auch unversehrt vom Parkplatz zum vorgesehenen Bauplatz. Die Baujungs erledigen dann per Hubwagen die letzten Meter.

Am 5. April ist es dann soweit, das Bauen kann endlich beginnen. Voller Stolz setzen unsere Bautruppvorarbeiter David Vorsmann und Maxi Schäfer den ersten Stein für das neue Sportheim. Unter den strengen Augen unseres erfahrenen Bauleiters Hubertus Schäfer sind binnen weniger Stunden die ersten hundert Steine gesetzt. Dank des regelmäßigen Einsatzes des kompetenten Bautrupps wird der Rohbau für Sportheim und Kabinentrakt bis Anfang Mai fertiggestellt. Eine tolle Leistung und dazu noch absolut im Zeitplan.

Aber Zeitplan? Gibt es überhaupt einen Zeitplan? Nein, den gibt es nicht wirklich. Einzig und alleine die Tatsache das zum Saisonstart am 25. August die neuen Räumlichkeiten genutzt werden sollen, ist der Zeitplan.

Na dann mal weiter ran. Die Zeit rennt! Apropos rennen: Auch der Bedarf an hopfenhaltigen Kaltgetränken lief in dieser Zeit auf Hochtouren. An wem das wohl lag?

In den kommenden zwei Wochen wird unter Hochdruck das Holzdach montiert und bereits am 14. Mai wird bei strahlendem Sonnenschein und unter Teilnahme unserer Baukollegen aus der Sokola.de das Richtfest gefeiert. „Glück und Segen bis unters Dach, lass es zerschellen mit klirrendem Krach!“, wünscht Zimmermann Alexander Müller und wirft in alter Taufmanier sein ausgetrunkenes Schnapsglas zu Boden. Dieser Moment wird natürlich wie auch jeder sonstige Arbeitseinsatz bildlich für die Ewigkeit festgehalten.

Das Dach ist dicht, nun kann der Innenausbau beginnen. Schnell sind die Innenwände für die Sanitärräume hochgezogen und die Innenverrohung gelegt. Die neue Heizungsanlage inklusive der Fußbodenheizung für das Sportheim und die Vorbereitungen für die Elektroinstallationen sind durch unsere Handwerkspartner schnell und fachmännisch verrichtet. Das arbeitsintensive Abdichten der Decken mit Folie und Holzlattung übernimmt wieder der Bautrupp. Mittlerweile äußern die ersten Helfer bereits erste Erwägungen selber ein Haus zu bauen und nicht bauen zu lassen. Wofür so ehrenamtliche Arbeit doch gut ist.

Anfang Juni erhält nun das alte Holzvordach vom bestehenden Gebäude eine Aufpolierung. Es wird aufwändig und mit viel Muskelarbeit abgeschliffen und anschließend in einem modernen Grauton gestrichen.

Legendär dann der Durchbruch in den bisherigen Duschräumen. Um die alten Duschräume von den neuen Kabinen aus zu benutzen, fehlt noch ein Durchgang. Dies ist der Tag des Guido Greveners. Unter Einsatz seines ganzen Lebensgewichtes nimmt sich das Vorstandsmitglied das bestehende Mauerwerk vor und schlägt es mit Hilfe eines Vorschlaghammers kurz und klein. Der anschließend von ihm durchgeführte Passungstest beweist, „dieser Durchbruch ist groß genug“! Unser Glück, dass er sein Abnehmprogramm erst nach dem Sommer gestartet hat.

Zeitgleich wird ebenfalls mit dem Bau der neuen Sonnenterasse begonnen. Fast mittig zum Sportplatz, dazu leicht erhöht, soll sie optisch sicherlich eines der Highlights am Düsterloh werden. Nachdem das erste Fundament gegossen ist, wird nach und nach noch vorhandenes Baumaterial und Erde vor das Sportheim gefahren. Stück für Stück wächst so die Ebene vor dem Sportheim. Auch hier leistet der Traktor (natürlich inklusive Fahrer) wieder eine Menge Arbeit. Das Befestigen der Erde übernimmt dann der Kapitän der 1. Mannschaft Marco Lemke höchstpersönlich.

Beginnend mit dem Trainingsauftakt der 1. Mannschaft am 28. Juni startet die Sanierung der Duschräume und der Innenausbau der neuen Kabinen. So stehen den Kickern anfangs nur Bänke zum Umkleiden zur Verfügung, aber die Vorfreude auf eine neue, größere und vor allem eigene Kabine überwiegt natürlich.

In der Zwischenzeit waren auch die Handwerker wieder fleißig und haben das Sportheim mittlerweile von innen verputzt und die Sanitärobjekte installiert. Toiletten haben wir schon mal 
Parallel dazu geht es auch in den neuen Gebäuden kräftig weiter. Die neue Akustikdecke ist bereits fachmännisch installiert und auch die Maler haben sich mehr als breit gemacht. Alles was nicht gestrichen werden soll, wird abgeklebt, die restlichen Flächen erhalten einen weißen, leicht grünlichen Anstrich. Trotz mehrmaligen Auftragens sind die Profis innerhalb kürzester Zeit fertig und im Sportheim kann weiter gearbeitet werden.

Eine Woche später, am 6. August rollt bereits um 8 Uhr morgens schweres Gerät auf den Düsterloh Parkplatz. Zwei Betonmischer und ein Betonpumpenwagen helfen den Terrassenuntergrund zu betonieren. Gewaltig sieht es aus, wenn der Pumpenwagen seinen riesigen Pumpenarm ausfährt und so über den kompletten, ca. 45 Meter breiten Gebäudekomplex ragt. Die Jungs dieser riesigen Maschinen sind Einsätze auf Straßen und Autobahnbrücken gewohnt, da erscheint dieser Einsatz wie ein Kinderspiel. Und wirklich ist alles ruck zuck startbereit und die erste flüssige Betonmasse landet zielsicher vorm Sportheim. Schnell streichen unsere erfahrenen Helfer die Masse glatt und Innerhalb von nur 30 Minuten sind insgesamt vier Betonmischer leergepumpt. Die neue Terrasse ist fertig. Wahnsinn.

So langsam kann man sich vorstellen, wie sich zukünftig die Zuschauer von hier oben aus die Spiele des TuS LA anschauen können. Apropos Spiele, in acht Tagen startet die neue Saison 2016/17. Das erste Heimspiel findet in zwei Wochen am 21. August statt. Es bleibt nicht mehr viel Zeit…

Fast gleichzeitig werden in der kommenden Woche die neuen Fliesen fürs Sportheim und die neue Küche angeliefert. In Abstimmung mit unserem örtlichen Fliesenleger werden Sonderschichten eingelegt, so dass innerhalb kürzester Zeit die kompletten Böden gefliest sind. Anschließend kann das neue Prunkstück des Sportheims, die neue Küche inkl. Zapfanlage, aufgebaut werden. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass das Anschließen des 1. Fasses nicht lange auf sich hat warten lassen  Gearbeitet wird dennoch weiter und dies bis quasi zur letzten Minute.

Aber es ist vollbracht. Pünktlich zum heimischen Saisonanpfiff öffnet das Sportheim Düsterloh zum ersten Mal der Öffentlichkeit seine Pforten. Die vielen Zuschauer staunen über das bisher geleistete. Wie wird es erst aussehen wenn alles fertig ist?!

In den nachfolgenden Wochen erhält die Terrasse noch ein schmuckes Design mit Hilfe von großformatigen Steinplatten und -gabionen, die neuen Kabinen bekommen durch unseren örtlichen Tischler ein wohnliches Interior und die Küche wird mit einer großen Dunstabzugshaube, einem großen Grill und einer Pommesmaschine zu einem echten Highlight.

Nach einer kurzen aber effektiven Winterpause entstehen aus der alten Küche ein Arbeitsplatz für den Schiedsrichter und ein Abstellraum. Die alten Kabinen erhalten einen kompletten Neuanstrich.

Und da es dem Bautrupp während der Winterpause wohl zu langweilig geworden war, wird die Terrasse kurzerhand noch seitlich erweitert.

Es ist mittlerweile Ende April 2017 und die zu erledigen Arbeiten neigen sich tatsächlich dem Ende: Restliche Terrassenplatten verlegen, Steingabionen setzen und den letzten Feinputz aufbringen. Dazu benötigt es allerdings keine Frosttemperaturen wie in den letzten Tagen, sondern Temperaturen über +10 Grad. Und das zu dieser Jahreszeit. Aber da der Wetterfrosch es beim Bau mit uns fast immer mehr als gut gemeint hat, hoffen wir auch hier noch auf positive Einflüsse. Der Abbau des Gerüstes wäre dann die letzte zu erledigende Aufgabe, dann wären alle Arbeiten abgeschlossen und pünktlich zur Einweihung in weniger als zwei Wochen alles fertiggestellt.
Was wäre dies für eine Riesenleistung!

435 Tage Bauzeit, über 3.500 Helferstunden und mehr als 160 verschiedene Helfer. Einfach Wahnsinn!

Trotz der ganzen zusätzlichen Arbeit und der tagtäglichen Belastung hat es uns einen Riesenspaß gemacht! Es erfreut uns mit Stolz, wenn wir auf das schauen, was wir geschaffen haben.
An alle Helfer, besonders aber an den treuen Stamm des Bautrupps, einen Riesendank!!! Ohne Euch wäre dieses Projekt niemals zu realisieren gewesen!

Wir sind stolz auf Euch!

Eure Organisatoren, Thomas und Dennis

-> Video vom Sportheimbau