Der Defensivstratege geht vom Platz

Foto: Nico Schwarze, www.come-on.de

„Ein Kreis schließt sich“, sagte Charly Grote, Vorsitzender des TuS Langenholthausen, als er am Sonntag den langjährigen und verdienten Spieler Dennis Zöller in den sportlichen Ruhestand und seine Funktionärstätigkeit verabschiedete. Vereinschef Grote spielte damit auf die besondere Verbundenheit zwischen Zöller und ihm selbst an: Grote war Zöllers erster Jugendtrainer beim TuS – nun treffen sich die beiden auf der sportlich-organisatorischen Ebene des Clubs wieder.

Zöller als Geschäftsführer und Grote als Vorsitzender werden die sportliche Zukunft des TuS gemeinsam gestalten. „Das wird eine interessante Aufgabe. Wir haben einiges vor“, äußerte Zöller, der zu einer zunehmend seltener gewordenen Spezies im Amateurfußball gehört: Denn Zöller spielte in seiner aktiven Laufbahn bei lediglich zwei Clubs, neben seinem Stammverein trug er noch das Trikot des SC Plettenberg. In der Vier-Täler-Stadt feierte er mit dem Aufstieg in die Landesliga sportlich seinen größten Erfolg. „Ich bin beiden Vereinen eng verbunden und dankbar“, sagte Zöller, der in beiden Clubs als Defensivstratege auf der Sechserposition zum Leistungsträger und Führungsspieler avancierte.

Bis zur C-Jugend spielte er beim TuS, ehe er dann zum SC wechselte. Pünktlich zur Fertigstellung des Kunstrasens wechselte Zöller im Jahr 2008 zurück ans Düsterloh und führte die Mannschaft als Kapitän zu zwei Aufstiegen in die Bezirksliga und hatte mit seiner Erfahrung auch entscheidenden Anteil daran, dass der TuS zuletzt das Image der Fahrstuhlmannschaft ablegen konnte. Zu seinem Abschiedsspiel kamen am Sonntag auch seine seit über einem Jahrzehnt in Baden-Württemberg lebenden Eltern. Von seinem Vater Bernd, der u.a. für den TuS Neuenrade in der Landesliga spielte, hat er das Defensivtalent mit auf den Weg bekommen.

„Eigentlich kannst Du mit einer Niederlage nicht abtreten“, meinte dieser nach dem 2:3 vom Sonntag gegen Schmallenberg. Vielleicht nutzt Zöller ja seine Option als Standby-Spieler noch für einen erfolgreichen Abschluss einer sonst erfolgreichen fußballerischen Laufbahn.