Fazlija belohnt großen TuS-Aufwand

Foto: Rico Schulte, match-day.de

Am Ende wussten sie nicht so recht, ob sie ihrer Freude freien Lauf lassen oder den Frust über den verpassten Sieg herausbrüllen sollten. Fußball-Bezirksligist TuS Langenholthausen hatte am Sonntagnachmittag den Tabellenführer SV Hüsten 09 beim 1:1 (0:0) am Rand einer Niederlage.

Ein Dreier wäre durchaus verdient gewesen, denn was die Grün-Weißen nach dem Rückstand in Durchgang zwei zeigten, war schon bewundernswert. „Wir waren in der zweiten Halbzeit das engagiertere Team, haben einen Riesenkraftaufwand betrieben, uns aber letztlich um den Ertrag gebracht, den wir verdient gehabt hätten“, sagte Michael Erzen.

Und ausgerechnet der TuS-Spielertrainer wäre beinahe zur tragischen Figur geworden. Denn vor der glücklichen Gästeführung von Veseli durch einen Sonntagsschuss aus 20 Metern in der Winkel (55.) scheiterte Erzen nach einem Lemke-Freistoß an Hüstens Torwart Johnke, und in der 78. Minute schoss er einen Foulelfmeter (Albayrak an Caliskan) neben das Tor.

Erzen übernimmt Verantwortung

„Ich wollte Dardan die Verantwortung nicht aufbürden und habe sie übernommen“, sagte Erzen. „Er hat mich dann in der Schlussphase mit dem Ausgleichstor gerettet.“ Michael Erzen hatte sich im Mittelfeld einen Ball erkämpft, clever auf Fazlija gespielt, und der traf dann zum umjubelten Ausgleich. „Das war ich meiner Mannschaft schuldig“, sagte Erzen und wirkte nach Spielschluss sichtlich erleichtert.

Und fast wäre dem TuS in der Schlussminute sogar noch der Sieg gelungen: Erzens Flanke köpfte Ömer Günes aufs Tor, aber mit vereinten Kräften konnten die Hüstener den Ball vor der Linie abwehren (90.) und waren am Ende mit dem Remis gut bedient.

Umständlich und unglücklich

In den ersten 45 Minuten machte der TuS in der Vorwärtsbewegung viele Fehler, spielte umständlich und war unglücklich im Abschluss. Hüsten wirkte gefährlicher, aber ein Treffer von Al Mohammad wurde nicht anerkannt (24.), und Cannata traf mit einem Weitschuss nur die Latte (43.).

Am Ende überwog doch die Freude über einen wichtigen Punktgewinn und die Gewissheit, dass man mit dieser Leistung auf jeden Fall in die Liga gehört. Dass Schmallenberg gegen Sundern verlor und der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz jetzt fünf Punkte beträgt, machte das gestrige Remis dann noch wertvoller.