Nur Ömer Günes trifft für Langenholthausen

Foto: Mark Sonneborn, WestfalenpostFoto: Mark Sonneborn, Westfalenpost

„Dieses Spiel musste man nicht verlieren!“ Michael Erzen, Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Langenholthausen, faste die 1:2 (1:1)-Niederlage seines Teams gegen den SuS Langscheid/Enkhausen kurz und knapp, aber durchaus zutreffend zusammen.

In der Tat waren dieser bitteren wie unnötigen Niederlage ereignisreiche 90 Minuten vorausgegangen, die allerdings von einer rund halbstündigen Verletzungspause unterbrochen wurden – Gäste-Keeper Steffen Winiarski hatte einen Schwächeanfall erlitten und wurde nach langer Behandlungspause ins Mendener Vinzenz-Krankenhaus gebracht.

Langenholthausen kam gut ins Spiel und demonstrierte von Beginn an Entschlossenheit, mit drei weiteren Punkten auf dem Konto wollte man für klare Verhältnisse in Sachen Abstiegskampf sorgen. So gehörte den Hausherren nach drei Minuten auch die erste Aktion.

Führung beflügelt Gastgeber

Allmählich aber formierte sich der neue Tabellenzweite und hatte nach einer Viertelstunde durch Kapitän Ingmar Könemund eine erste gute Chance. Die konnte die TuS-Abwehr in höchster Not zunächst klären, ehe sich Könemund zentral durchsetzen konnte – die Gäste waren nun am Drücker.

Das änderte sich aber schlagartig mit dem 1:0 für Langenholthausen durch Ömer Günes in der 19. Minute. Die Erzen-Elf führte und erarbeitete sich in der Folgezeit zunehmend Spielanteile. Zwingende Chancen kamen zunächst aber nicht dabei heraus. Dafür traf Langscheids Matthias Kauke die Latte (27.) – es hätte der Ausgleich sein müssen. Im Gegenzug bediente Deniz Akgül über links kommend Dardan Fazlija, und der musste wenige Meter vor dem Tor eigentlich nur noch einschieben, brachte aber das Kunststück fertig, den Ball neben den Kasten zu setzen.

Das war es vorerst mit Aktionen in der ersten Halbzeit. Denn es folgte die eingangs geschilderte Spielunterbrechung. Die Partie war kaum wieder angepfiffen – für SuS-Keeper Winiarski spielte nun Leon Schulte –, da zappelte der Ball im Netz der Gastgeber – Kauke hatte aber aus Abseitsposition getroffen. Langenholthausen hielt dagegen, Günes’ Kopfball jedoch landete aber nur an der Latte (33.). Mehr Glück hatte dagegen Langscheids Benjamin Bresser, der nach Meisterjahn-Ecke das 1:1 köpfte.

Gäste bringen Nickligkeiten ins Spiel

Nach dem Wechsel drängten die Gastgeber auf die erneute Führung. „Aber Langscheid hat uns mit vielen kleinen Nicklichkeiten aus dem Konzept gebracht. Da hätte der Schiedsrichter früher für klare Verhältnisse sorgen müssen“, grantelte Erzen, der bei seinen Offensivbemühungen ebenfalls ordentlich einstecken musste.

Langenholthausen mühte sich, aber Chancen ergaben sich nur wenige. In der 73. Minute erzielte Meisterjahn schließlich das 2:1 für den Favoriten, der dann aber in Unterzahl agieren musste – Lukas Ullmann hatte nach taktischem Foulspiel Gelb-rot gesehen (76.). Echte Vorteile konnte das Erzen-Team daraus allerdings nicht mehr ziehen. Denn die Gäste wussten mit harter Gangart die Offensivbemühungen des TuS zu unterbinden.

„Wir waren am Drücker und hätten das 2:0 machen müssen. Durch die 30-minütige Unterbrechung ist dann der Knick in unser Spiel gekommen“, sagte Michael Erzen abschließend. „Dann hat aber der Schiedsrichter den Faden verloren und uns sogar einen klaren Elfmeter verwehrt. Dadurch ist bei uns die Spielkultur verloren gegangen – wir haben es verpasst, schnell zu spielen.“