TuS wird klassisch ausgekontert

Foto: Miriam Kind, Westfalenpost

Am zurückliegenden Spieltag hui, gestern pfui – das Beständigste am Fußball-Bezirksligisten TuS Langenholthausen ist derzeit die Unbeständigkeit. Beim TuS GW Allagen verloren die Düsterloh-Kicker mit 2:5 (0:2) und bleiben damit im unteren Mittelfeld der Staffel 4 stecken.

Dabei hatte die Partie im Waldstadion gar nicht so schlecht für die Gäste begonnen. „Wir haben in den ersten 25 Minuten wirklich diszipliniert gespielt“, lobte Spielertrainer Michael Erzen sein Team.

Mit engagiertem Pressing jagte man den Allagenern die Bälle ab und initiierte viele gute Angriffe – ohne allerdings zu hundertprozentigen Torchancen zu kommen. Einen Gewaltschuss von Spielmacher Safet Tupalla aus 20 Metern parierte Allagens Schlussmann Alex Flegler sicher (5.).

„Aber plötzlich haben wir den Faden verloren und zum Ende der ersten Halbzeit alles vermissen lassen, was wir vorher so gut gemacht haben“, berichtete Erzen.

Allagen übernahm die Spielregie, hatte durch Rene Gabel (Wiesehöfer parierte stark) die erste hochkarätige Chance (26.) und schenkte dem TuS kurz vor der Halbzeit innerhalb von fünf Minuten durch Gabel und Felix Schulte zwei Treffer ein.

Zwei Lattentreffer

Als Dardan Fazlija kurz nach dem Wechsel nur die Latte traf (47.) und Allagen mit einem Konter gegen nun vollkommen auf Offensive ausgerichtete Langenholthausener das 3:0 setzte, schien die Partie gelaufen.

Aber der TuS gab sich nicht geschlagen, zunächst traf Erzen per Kopf erneut nur die Latte und dann verkürzte der Spielertrainer auf 3:1 (67.). Als wenig später TuS-Akteur Dube nach einem Foul an Spielertrainer Erzen die rote Karte sah, durften die Gäste auf eine Wende hoffen.

„Das war eigentlich perfekt, um dem Spiel noch eine andere Richtung zu geben“, ärgerte sich Erzen, dass seine Mannschaft diesen Vorteil nicht nutzen konnte. Der TuS brachte seine Angriffe nicht mehr richtig durch und wurde stattdessen eiskalt ausgekontert.

Allagen befreite sich mit langen Bällen und Aljoscha de Smet, der schon das dritte Allagener Tor erzielt hatte, traf innerhalb von vier Minuten zum 5:1 (76./80.). Da kam dann der zweite TuS-Treffer durch Fatos Tupella zu spät (81.).