Famoser TuS-Auftritt in der zweiten Halbzeit

Foto: Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Fußball-Bezirksligist TuS Langenholthausen beendete eine lange Durststrecke. Gegen den TSV Bigge-Olsberg gelang ein 3:0 (1:0).

Die Befürchtungen von Präsident Charly Grote, die Mannschaft würde noch dem verschenkten Sieg vom vergangenen Wochenende in Hüsten hinterhertrauern (3:3), waren unbegründet. Mit einer beeindruckenden Leistung – vor allem in der zweiten Halbzeit – besiegte Fußball-Bezirksligist TuS Langenholthausen den bislang so überzeugend aufgetretenen Aufsteiger aus Bigge-Olsberg.

„Wir haben taktisch hervorragend gespielt und nie nachgelassen und alles gegeben. Da sieht man, was man erreichen kann, wenn man als Kollektiv auftritt“, schwärmte auch Michael Erzen vom Auftritt seiner Mannschaft.

Führung gibt Sicherheit

Der Spielertrainer hatte mit der 1:0-Führung nach 18 Minuten für eine gute Grundlage gesorgt. Denn er manövrierte nach einem Freistoß von Safet Tupella mit einer geschickten Körpertäuschung seinen Gegenspieler aus und ließ TSV-Torwart Diekmann mit einem Schlenzer in die lange Ecke keine Abwehrchance.

Zuvor hatten die Gäste ein leichtes spielerisches Übergewicht, aber mehr als eine Kopfballchance von Fernandes, die TuS-Keeper Wiesehöfer sicher parierte, kam nicht dabei herum (7.).

Nach der TuS-Führung neutralisierten sich beide Teams zwar, aber die Gastgeber bekamen immer mehr Sicherheit in ihre Aktionen und kämpften sich in die Partie hin-ein. „Das war unser Plus“, lobte Michael Erzen die Zweikampfstärke und Laufbereitschaft seiner Schützlinge.

Nach dem Wechsel kam der TuS mit noch mehr Selbstsicherheit aus der Kabine. „Wir haben komplett anders gespielt als in Hüsten“, so Erzen. „Wir wollten uns nicht einigeln, sondern weiter offensiv agieren.“

Das taten die Langenholthausener auch. Mit mit viel Leidenschaft, aber zunächst noch ohne Glück. Michael Erzen zielte nach Akgül-Vorarbeit am langen Eck vorbei (47.), Deniz Akgül spitzelte den Ball nach Tupella-Pass am Torwart, aber auch am Pfosten vorbei (48.) und erneut Erzen scheiterte nach einem Solo an Diekmann (49.).

Die Gäste waren beeindruckt und kamen nur noch einmal durch den eingewechselten Behrami zu einer Möglichkeit – Endstation Wiesehöfer (54.). „Ich muss unserer Viererkette ein dickes Lob aussprechen, die hat hervorragend gestanden und verteidigt“, so Erzen.

Als der TuS-Spielertrainer dann mit energischem Einsatz einen Ball gegen Pletziger erkämpfte und klug auf Ömer Günes zurückpasste, war die Partie gelaufen – 2:0 (69.). Die verzweifelten Versuche der Gäste verfingen sich entweder in der TuS-Abwehr oder liefen ins Abseits.

TSV-Torwart Diekmann verhinderte dann mit zwei Glanztaten gegen Akgül und Tupella (74./80.) das dritte TuS-Tor, aber das setzte dann der spät eingewechselte und wegen einer Leistenverletzung geschonte Dardan Fazlija in der Nachspielzeit noch obendrauf.